Richard Wagner-Stipendium

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. November 2011

 

Das Richard Wagner-Stipendium umfasst die Einladung zum internationalen Stipendiatentreffen der Bayreuther Festspiele, ein internationales Treffen von  250 Stipendiaten aus aller Welt. Für jeden Stipendiaten ist der Besuch von drei - vier Aufführungen der Bayreuther Festspiele vorgesehen, sowie ein Stipendiatenkonzert, bei dem ausgewählte junge Künstler ihr Können präsentieren. Sehr wichtig ist auch der soziale Kontakt "in der Szene" und das sog. Networking.

Hinzu kommen Führungen durch das Festspielhaus sowie diverse Besichtigungen.  Anreise- und Aufenthaltskosten, sowie die Karten für die Aufführungen übernimmt der Richard Wagner-Verband Vorarlberg.







 





 



Wagner-Stipendium 2020 an die Geigerin 

Elisso Gogibedaschwili

 

Der Vorstand des Richard-Wagner-Verbandes Vorarlberg hat unter Vorsitz von Peter M. Stemberger sein Stipendium für 2020 an die 19-jährige Violinsolistin Elisso Gogibedaschwili vergeben. Sie erhält im kommenden Sommer die Möglichkeit zum Besuch von drei Opernproduktionen Richard Wagners bei den Bayreuther Festspielen und wird sich im Jahr darauf mit einem Stipendiatenkonzert dafür bedanken. Die junge Künstlerin erhielt erst im vergangenen Herbst die Fördergabe des Landes für besonders begabte junge Musiker.  

Elisso wurde in eine multikulturelle Lustenauer Musikerfamilie hinein geboren. Ihr Vater ist der aus Georgien stammende Bratschist Irakli Gogibedaschwili, der hier 1990 das Hohenemser Kammerorchester „Arpeggione“ gründete und bis heute als Kurator betreut, ihre Mutter kommt aus Taiwan und ist eine angesehene Pianistin. Von den Eltern kamen auch erste pädagogische Impulse, mit sechs gewann sie erste Preise, seit 2008 wird sie von Prof. Josef Rissin an der Musikhochschule Karlsruhe unterrichtet, wohin ihr Vater sie zehn Jahre lang jeden Samstag chauffierte. Mit zehn gab Elisso Gogibedaschwili in Budapest ihr Orchesterdebüt mit Bruchs Violinkonzert. Weitere Engagements folgten in Ungarn, Österreich und den USA, mit dem Violinkonzert von Sibelius machte sie Konzertreisen nach Budapest und Tiflis. 2018 galt ganz der Kammermusik, die sie nach ihrem Debüt in London zu einem Recital im vorarlberg museum Bregenz und einer Italienreise zur Pianistenlegende Bruno Canino als Partner führte. In der laufenden Saison reiste sie mit Paganinis erstem Violinkonzert auf eine erste große Tournee über Mantua nach Toronto, Wuhan, San Remo und Alba, überall gefeiert von Publikum und Fachkritik.

Seit ihrem Schulabschluss am Musikgymnasium Feldkirch führt Elisso seit Oktober 2019 ihr Studium an der Musikhochschule Karlsruhe fort. Bedingt durch ihre Herkunft spricht sie mehrere Sprachen fließend, neben Deutsch und Englisch sind das Chinesisch und Georgisch, in Russisch und Französisch hat sie keine Verständigungsprobleme. Elisso Gogibedaschwili spielt auf einer Violine von Andrea Guarneri vom Ende des 17. Jahrhunderts, die ihr mit großzügiger Unterstützung von der Hohenemser Industriellenfamilie Otten zur Verfügung gestellt wurde. 

 

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