Richard Wagner-Stipendium

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. November 2011

 

Das Richard Wagner-Stipendium umfasst die Einladung zum internationalen Stipendiatentreffen der Bayreuther Festspiele. Ein internationales Treffen von  250 Stipendiaten aus aller Welt Weiters ist der Besuch von drei Aufführungen der Bayreuther Festspiele sowie ein Stipendiatenabend Inhalt des Treffens.









Hinzu kommen Führungen durch das Festspielhaus sowie diverse Besichtigungen.  Aufenthaltskosten übernimmt der Richard Wagner-Verband Vorarlberg.



 

Wagner-Stipendium 2018 geht an die Mezzosopranistin Clara Corinna Scheurle

Fritz Jurmann

Der Vorstand des Richard-Wagner-Verbandes Vorarlberg hat unter Vorsitz von Peter M. Stemberger das Wagner-Stipendium 2018 an die 1991 in Badenweiler im Schwarzwald geborene, in Vorarlberg aufgewachsene Mezzosopranistin Clara Corinna Scheurle vergeben. Sie erhält damit zusammen mit über 200 Stipendiaten aus der ganzen Welt im kommenden Sommer die Möglichkeit zum Besuch von drei Opernproduktionen Richard Wagners bei den Bayreuther Festspielen. Darunter ist auch die diesjährige Neuinszenierung von „Lohengrin“ in der Regie von Yuval Sharon mit Christian Thielemann am Pult und Roberto Alagna und Anja Harteros in den Hauptpartien.

Als Tochter der ungarischen Pianistin Anna Adamik, die seit 1997 am Landeskonservatorium Feldkirch eine Klavierklasse unterrichtet, und eines musikverständigen deutschen Vaters absolvierte Corinna Scheurle ihren Schulabschluss am Musikgymnasium Feldkirch. „Dies war der perfekte Ort, um eine wunderbare Schulzeit zu verbringen und sich viel mit Musik – seien es Chorreisen, Musical-Produktionen oder Kirchenmusik – zu beschäftigen“, meint sie heute.

Ihre ersten Bühnenerfahrungen machte sie 2009 beim Musiktheater Vorarlberg in Götzis als Zeitel in „Anatevka“ und zwei Jahre später als Minnie Fay in „Hello Dolly“. Nach ihrem Schulabschluss zog sie mit 19 nach Berlin, um dort klassischen Gesang zu studieren. Ihre um zwei Jahre ältere Schwester lebt nach wie vor als Cellistin in Vorarlberg. Scheurle ist also in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen, „es hat sich auf natürliche Weise entwickelt, dass ich ebenfalls einen musikalischen Weg einschlage“, resümiert sie.

Bühne als Ort der Freiheit

Eigentlich hatte Corinna Scheurle schon als Kind den Wunsch gehegt, Tänzerin zu werden, ließ sich auch von 1997 bis 2010 intensiv im klassischen Ballett und Jazztanz ausbilden. Mit der Zeit nahm aber dann doch das Singen die wichtigere Rolle in ihrem Leben ein: „Es war das, was mich immer am meisten erfüllt hat. Durch meine ersten Erfahrungen als Sängerin in Opernproduktionen habe ich die Bühne immer mehr als einen Ort der Freiheit und der Freude mit einer großen Anziehungskraft empfunden.“ So schloss sie ihre Gesangsausbildung 2015 am Musiktheater „Universität der Künste“ Berlin mit dem Bachelor ab und im Vorjahr an der Bayerischen Theaterakademie August Everding mit dem Master. Außerdem nahm sie regelmäßig an internationalen Meisterkursen und Wettbewerben teil.

In ersten kleineren Rollen war Corinna Scheurle, die neben Deutsch auch fließend Ungarisch und Englisch spricht, ab 2014 auf Bühnen in Potsdam, Rheinsberg, Berlin und München zu erleben. Aufsehen erregte sie im vergangenen Sommer als  aufgedonnerte, stimmlich und komödiantisch überragende Marzellina in Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ beim Opernstudio der Bregenzer Festspiele. Am 18. April steht ein Liederabend in der französischen Opera de Lille zusammen mit ihrer Klavierpartnerin Akemi Murakami an, im kommenden Sommer wird sie am 30. Juli bei einer der drei Aufführungen der Hausoper der Bregenzer Festspiele mitwirken, „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt.    

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